Linux, Mimimi
Seit ein paar Monaten benutze ich Kubuntu und ich fühle mich oft so hilflos suchend, wie jemand, dem *ich* beim Zuschauen unter W7 die Schuhe hätte besohlen können.
Alles geht langsamer, kleinste Ecken führen oft ins Chaos der Ratlosigkeit. Ich bin Anwender, möchte kreativ Dokumente (Bilder, Texte, vlt. auch Videos etc) überarbeiten und erstellen. Dazu eine bisschen Mail und anderen Kleinkram. Hinderlich ist die veränderte Tastaturbelegung (Maus ist für mich nur was, wenn es nicht anders geht) und der Umgang mit dem Filesystemen, ich arbeite mit mehreren Laufwerken. Zum Einen die ewigen Probleme mit Zugriffsrechten und das Fehlen eines wirklich brauchbaren Dateiverwaltungsprogramms. Mit Explorern komme ich nicht klar, ich bin mit Norton/Total Commander gross geworden. Ohne das bin ich hilflos. Und jetzt verzweifel ich gerade an krusearch im krusader, welches nur ein nutzloses Fenster ohne Result-Karte zeigt. Und nein, wenn es geht, möchte ich nicht im Terminal mit grep arbeiten. Ich habe einen Computer, und der kann das grafisch so darstellen, dass ich es einfach nur nutzen kann, mich nicht anstrengen muss und meine Ideen für das eigentliche Ziel, warum ich am Rechner sitze, nicht vergesse.
Es wird noch ein steiniger Weg, aber ich werde ihn gehen. Im Moment habe ich Zeit dafür.
Aber ich fühle mich manchmal, als ob ich das erste Mal vor einem Computer sitze und muss sehr oft nachdenken, was ich jetzt eigentlich machen wollte und warum das jetzt wieder nicht ging.
Auch wenn es der Linux-Community nicht gefallen wird, eine nähere Anlehnung an W7 würde vielen Windows-Flüchtenden den Umstieg erleichtern. Und das User Interface von Kubuntu ist so sehr an W10 angelehnt, das es genau das, was man eigentlich (auch) abschaffen wollte, wieder als Hürde einbaut.
Eines Tages werde vielleicht auch ich über diesen Toot lächeln, aber soweit bin ich noch nicht.
Wünscht mir Kraft.
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